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VERONIKA SCHNEIDER – GEPFLEGTE GEHEGE – 5 SZENERIEN ARTSPEZIFISCH MENSCHLICHEN LEBENSRAUMS, BEGEH- UND BENUTZBAR

 

 

Veronika Schneider wurde 1980 in Dachau geboren. Sie studierte freie Bildhauerei an der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle. Sie lebt und arbeitet in Halle (Saale).

 

Ein Nachmittag im Zoo. Wir spazieren entlang verschlungener Pfade und begegnen statt Gitterstäben und dem traurigen Panther einem Faultier im dichten Bast-Gehölz, dem Alligator unterm Wasserfall, einem Steinbock am Kunstharz-Hang. Dieser »artgerechte« Lebensraum simuliert das Natürliche in einer kleinen, isolierten Welt, abstrahiert wie für ein Bühnenstück. Gegeben wird das Fremde in Natura. Die Präsentationsform richtet sich an unser Verlangen, zu sehen. Der Rahmen ist nach menschlichem Ermessen zugeschnitten und das Bild von Natur, das so entsteht, ist selbstgemacht. Als Konstruktion reproduziert es sich in Köpfen und immer ähnlichen Bildern wieder. Den Tieren als Bewohner dieser Gehege ist gleichsam eine Rolle zugewiesen. Wie in einem Tableau Vivant stehen sie als Repräsentanten ihrer Art für ein existierendes Bild von Tier gerade.

Veronika Schneider kehrt den Blick um und reflektiert in ihrer künstlerischen Arbeit entlang der »Wege und Anlagen« das menschliche Selbstverständnis im sozial-gesellschaftlichen und im örtlichen Kontext. Die Installation »Gepflegte Gehege« an fünf Stationen im halleschen Zoo befragt das Machtgefälle zwischen betrachtendem Subjekt und beobachtetem Objekt. Unmittelbar an der Grenzlinie zwischen Mensch und Tier – vor den Glasscheiben der Gehege – zeigt sie artspezifisch menschlichen Lebensraum, der auf grundlegende Tätigkeiten reduziert wurde. Die stilisierten Szenarien menschlichen Seins stehen den Zoobesuchern zum Gebrauch bereit. Sichtbar werden zivilisierte Verhaltensweisen und die Perspektiven, die der tierische Blick darauf eröffnet.

Die Installationen und Figuren von Veronika Schneider entspringen Schnittstellen zwischen Wirklichkeiten und kontextueller Verortung, Eigen- und Fremdwahrnehmung, Entfremdung und Assimilation. Vielschichtig belegt mit Rollen, Normen und Körperbildern und meist an realen Orten zu finden, bedienen sie sich der materiellen Dingwelt samt ihres auf Kunst und Zivilisation verweisenden Charakters. Hier sind auch die im Zoo installierten »Gepflegten Gehege« angesiedelt.

 

 

 

www.dieschoenestadt.de

 

 

 

Auswahl 2008-11

 

 

 

 

 

Schlichtung: Hab & Gut, Regensburg, 2008, Foto: Herbert Stolz

 

 

 

Schlichtung: Plastschaft, Dresden, 2010, Foto: Annalena Radlmeier

 

 

 

 

 

 

Schlichtung: Abschnitt 59, Bayreuth, 2009, Foto: Annalena Radlmeier

 

 

 

Schlichtung: Mitten am Platz, Rottalmünster,

2011, Foto: Ursula Zeidler

 

 

 

 

Körperkonglomerate: Puppenrhizom, 2008

 

 

Körperkonglomerate: Schleichmaschine, 2008

 

 

 

Körperkonglomerate: Fortschrittsprothese, 2009

 

 

Veronika Schneider Portrait

 

 

 

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Veronika Schneider: Kunst für Tiere

LUNE LÉOTY  HAGEN BÄCKER  RALF WENDT  WOLFGANG MÜLLER BRIAN CATLING & DAVID TOLLEY  BERNHARD SCHIPPER  VERONIKA SCHNEIDER  THOMAS RABISCH

 

 

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