KUNST FÜR TIERE
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KUNST FÜR TIERE

 

Der Zoologische Garten Halle wird in diesem Jahr 110 Jahre alt und gehört damit zu einer Generation von Tierparks, die Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts in fast allen bürgerlichen Großstädten Deutschlands gegründet wurden. Das Hauptinteresse lag dabei darin, einer breiten Öffentlichkeit die Vielfalt der Schöpfung in einer lebendigen Ausstellung zugänglich zu machen, und damit den exklusiven Charakter der spätmittelalterlichen Menagerien aufzuheben. So auch im halleschen Bergzoo, der durch die Kombination seiner noch aus der Gründungszeit stammenden Tiergehege und modernen, artgerechten Anlagen ein interessantes Zeugnis dieser Zoogeschichte darstellt.

 

Die Idee zur Ausstellung »Kunst für Tiere« entstand in der Auseinandersetzung mit dem klassischen Zoobesuch und der dabei üblichen Rollenverteilung von Mensch und Tier. Mit künstlerischen Interventionen versuchen acht KünstlerInnen, dieses Verhältnis gezielt zu verändern und die ZoobesucherInnen aus ihrer rein beobachtenden Haltung zu lösen. Hallesche und internationale GastkünstlerInnen wurden dazu eingeladen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Entstanden sind acht künstlerische Arbeiten, die vom 15. bis 23. Oktober 2011 im gesamten Zoogelände gezeigt werden.

 

Der thematische Ansatz spielt mit der Frage, ob Tiere Kunst als solche wahrnehmen können und hinterfragt gleichzeitig die einseitige menschliche Wahrnehmung der Tierwelt. Natürlich ist es Spekulation, ob etwas wie ästhetisches Empfinden bei Tieren vorkommt, andererseits ist die begrenzte Beschreibbarkeit unserer eigenen Wahrnehmung von Kunst letztlich ähnlichen Gesetzmäßigkeiten unterworfen. Es kann also, nimmt man den Titel wörtlich, nur darum gehen, Tiere mit etwas zu konfrontieren, das üblicherweise nur von Menschen als Kunst gedeutet wird.

 

Als wesentlicher Bestandteil des Zoos leben die Tiere in einer künstlichen Umgebung und sind in dieser Beschränkung auf ihre Kreatürlichkeit a priori Objekte menschlicher Kultur. Mit ihrer »Kunst für Tiere« holen die KünstlerInnen das Tier aus seiner Objektrolle und machen den Ausstellungsgegenstand zum eigentlichen Subjekt der Kunstwahrnehmung. Das künstlerische Handeln bekommt auf diese Weise eine ungewohnte Perspektive, weil der übliche Rezipient zum Zaungast wird. Dass die Tiere ihre Kunsterfahrung in Worte fassen können, ist in des schwer vorstellbar. In gewisser Weise markiert Kunst damit auch eine Grenze menschlicher Kultur, weil sie sich auch von sprachbegabten Geschöpfen nicht ohne Weiteres auf einen Begriff bringen lässt. ZoobesucherInnen werden diese Grenzerfahrung mit den Tieren teilen.

 

Bei ihren umfänglichen Recherchen befragten die KünstlerInnen Verhaltensbiologen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos. Die Ausstellung »Kunst für Tiere« ist ein Angebot auf Zeit, mit Arbeiten von Hagen Bäcker, Brian Catling und David Tolley, Lune Léoty, Wolfgang Müller, Thomas Rabisch, Bernhard Schipper, Veronika Schneider und Ralf Wendt.

 

 

 

 

 

 

 

LUNE LÉOTY  HAGEN BÄCKER  RALF WENDT  WOLFGANG MÜLLER BRIAN CATLING & DAVID TOLLEY  BERNHARD SCHIPPER  VERONIKA SCHNEIDER  THOMAS RABISCH

 

 

LAGEPLAN ZOO HALLE

 

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