

1 Homo Optimus Maximus, 2010, 93 x 152 x 30 cm, Öl auf modifizierten Gips
3 Homo Optimus 1 und 2, 2010, 66,5 x 103 x 22 cm, Öl auf modifizierten Gips

LUNE LÉOTY HAGEN BÄCKER RALF WENDT WOLFGANG MÜLLER BRIAN CATLING & DAVID TOLLEY BERNHARD SCHIPPER VERONIKA SCHNEIDER THOMAS RABISCH
HAGEN BÄCKER – BILDER FÜR TIERE
Hagen Bäcker wurde 1963 in Halle (Saale) geboren. Hier lebt und arbeitet er als bildender
Künstler und Diplom-
Durch gemalte Rasterpunktebenen, deren Überlagerungen und farbliche Schattierungen,
entstehen oft irritierende, meist erst aus der Distanz zu erkennende Bilder. Installative
Situationen und räumlich-
Im halleschen Bergzoo bilden Natur und Kultur eine Schnittmenge. Man bemüht sich um artgerechte Haltung, attraktive Zooarchitektur und um die Nachzucht von Tieren, die in freier Natur oft vom Aussterben bedroht sind. Sich dieser Bedeutung des Ortes bewusst, versucht Hagen Bäcker seine »Bilder für Tiere« so zu installieren, dass sie eher beiläufig ein Angebot für die Besucher bilden.
Als sich in Vorab-
Sind es üblicherweise die Menschen, die im Zoo Tiere und ihr vermeintlich charakteristisches Verhalten beobachten, will Bäcker die Situation nun umkehren. Mit seinen Bildern konfrontiert er die Tiere mit typisch menschlichen Situationen und Wertvorstellungen. Dafür installiert er direkt vor oder hinter den Gehegegrenzen fünf Glasmalereien, die im klassischen Sinn gerahmt und von beiden Seiten zu betrachten sind. So werden die Zoobesucher den Blick der Tiere sowohl auf die Bilder als auch auf sie selbst nachvollziehen müssen.
Diese direkte Gegenüberstellung mit den Zootieren wird die gängigen Maßstäbe und Werte infrage stellen. Und möglicherweise blitzen hier und da Dinge auf, von denen wir Menschen uns schon längst und auf überlegene Wesie entfernt haben und die uns doch als Verlust erscheinen.