KUNST FÜR TIERE
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1 Homo Optimus Maximus, 2010, 93 x 152 x 30 cm, Öl auf modifizierten Gips

2 Puppe, Frau, 2011, 150 x 190 cm, Öl auf Leinwand

 

3 Homo Optimus 1 und 2, 2010, 66,5 x 103 x 22 cm, Öl auf modifizierten Gips

Hagen Bäcker: Kunst für Tiere
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LUNE LÉOTY  HAGEN BÄCKER  RALF WENDT  WOLFGANG MÜLLER BRIAN CATLING & DAVID TOLLEY  BERNHARD SCHIPPER  VERONIKA SCHNEIDER  THOMAS RABISCH

 

 

HAGEN BÄCKER – BILDER FÜR TIERE

 

Hagen Bäcker wurde 1963 in Halle (Saale) geboren. Hier lebt und arbeitet er als bildender Künstler und Diplom-Metallbildhauer. Seine Schwerpunkte sind Malerei, Installation und Plastik. Hagen Bäcker setzt sich seit einigen Jahren mit medialen Massenbildern auseinander, meist in seriellen Werkgruppen. Vorlagen aus Print- und Internetmedien sind dabei das Ausgangsmaterial und die thematische Reibungsflächen für seine malerische Neuformulierung.

 

Durch gemalte Rasterpunktebenen, deren Überlagerungen und farbliche Schattierungen, entstehen oft irritierende, meist erst aus der Distanz zu erkennende Bilder. Installative Situationen und räumlich-plastische Bilderweiterungen sind ebenfalls formale Mittel, mit denen skulptural-malerische Objekte entstehen. Häufig bilden dabei konkrete Orte Anlass und Raum für Bäckers Interventionen. Hier interessieren den Künstler die Möglichkeiten, auch außerhalb von Galerie- oder Museumssituation künstlerisch zu handeln und sich direkt auf den Ort und dessen Möglichkeiten zu beziehen.

Im halleschen Bergzoo bilden Natur und Kultur eine Schnittmenge. Man bemüht sich um artgerechte Haltung, attraktive Zooarchitektur und um die Nachzucht von Tieren, die in freier Natur oft vom Aussterben bedroht sind. Sich dieser Bedeutung des Ortes bewusst, versucht Hagen Bäcker seine »Bilder für Tiere« so zu installieren, dass sie eher beiläufig ein Angebot für die Besucher bilden.

Als sich in Vorab-Gesprächen mit Künstlerfreunden der Titel »Kunst für Tiere« als thematisches Extrakt herauskristallisierte, löste dies in Bezug auf die Gegebenheiten im halleschen Zoo eifrige Begeisterung aus. Die zunächst unsinnig erscheinende Anstrengung, Kunst für Tiere als Aktion ernst zu nehmen, war für Bäcker Anlass genug, seine Idee zu entwickeln und zu realisieren.

Sind es üblicherweise die Menschen, die im Zoo Tiere und ihr vermeintlich charakteristisches Verhalten beobachten, will Bäcker die Situation nun umkehren. Mit seinen Bildern konfrontiert er die Tiere mit typisch menschlichen Situationen und Wertvorstellungen. Dafür installiert er direkt vor oder hinter den Gehegegrenzen fünf Glasmalereien, die im klassischen Sinn gerahmt und von beiden Seiten zu betrachten sind. So werden die Zoobesucher den Blick der Tiere sowohl auf die Bilder als auch auf sie selbst nachvollziehen müssen.

Diese direkte Gegenüberstellung mit den Zootieren wird die gängigen Maßstäbe und Werte infrage stellen. Und möglicherweise blitzen hier und da Dinge auf, von denen wir Menschen uns schon längst und auf überlegene Wesie entfernt haben und die uns doch als Verlust erscheinen.

 

 

www.hagenbaecker.eu

 

 

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